Antonio Anastasia

Antonio Anastasia

Kritische Texte

Kritische Schriften von Historikern, Kritikern und Kuratoren über das Werk des Künstlers.

Jenseits der modischsten Kreise bleibt der Kubismus eine wichtige Referenz — die erste Sprache, die wirklich mit einer als ewige Gegenwart verstandenen Zeitgenossenschaft Schritt halten kann. Mit diesem Ansatz hat der aus dem Salento stammende Antonio Anastasia dem Kubismus gehuldigt: respektvoll, doch keineswegs ehrfürchtig, ihn nicht als Endziel, sondern als Zwischenstufe deutend, um eine neue Sprache voranzutreiben — im Bewusstsein eines durchaus respektablen künstlerischen Hintergrunds. Zweifellos ein Talent, angesichts der vielfältigen chromatischen Register, die er auf verschiedenen Oberflächen auszudrücken vermag — und der in seiner völligen Unabhängigkeit seine Beherrschung der Farbe, die Substanz und Wurzel des Lebens ist, mit der innovativen und beinahe geheimnisvollen Technik des Synthetiklacks unter Beweis stellt.

Vittorio Sgarbi

Kunsthistoriker und Kritiker

Porto Franco — gli artisti sdoganati da V. Sgarbi, Edizioni EA, Palermo · 2014

Ein erzählerisches Kaleidoskop von überraschender Komposition, mit so unterschiedlichen malerischen Maßen, dass sie leuchtende Wechsel erzeugen — ein Spiel aus Widerhall, Glanz und Brechung, das alles über seine technische Vorbereitung und beschreibende Meisterschaft verrät. Es ist, als hebe sich ein Vorhang zu farbigen polyphonen Sinfonien, die in Analogie an die forschende Dialektik Paul Klees erinnern. Wenn seine unzähligen Konnotationen tiefe, stark expressive Bildausschnitte schaffen, entfalten sie sich zu einer Art dichtem informellen Magma, das sich verflüssigt und explodiert und die Farben in ungewöhnlichen, seltenen Zusammenstellungen ordnet — stets geführt von einer faszinierenden und kühnen Eleganz.

Gastone Ranieri Indoni

Kunstkritiker, Verleger und Kurator

Testo critico · 2020

Bei aller anfänglichen Leidenschaft für den Kubismus entwickelte der Künstler seit den 1970er-Jahren eine instinktivere und emotionalere Technik. In Anknüpfung an die abstrakte und informelle Malerei schafft er Werke wie „Maremoto“, in denen der gekonnte Auftrag der Synthetiklacke Effekte von fast naturalistischer Wahrscheinlichkeit erzeugt. Die Verschmelzung der Farben, die über die Tafel rinnen, erinnert an das Action Painting von Jackson Pollock und William Congdon, bewahrt jedoch eine figurative Erinnerung, die zwischen den Farbtönen subtil hervortritt. Der Farbwirbel beschwört Lichtblitze, Wasserspritzer und stürmische Himmel herauf, die den Betrachter an unbekannte und doch vertraute Orte führen.

Esposizione Triennale di Arti Visive di Roma

Katalog, Complesso del Vittoriano

Catalogo della Triennale di Roma al Vittoriano · 2017

In seinem mit Lacken und Leinwänden vollgestopften Atelier malt er in der morgendlichen Stille: nur er, der Raum, sich zu bewegen, die Synthetiklacke und die Fläche, auf der ein Gedanke durch Bewegung und Verschmelzung der Farben Gestalt annimmt, geführt von Spachtel und Fingern — woraus außergewöhnliche Farbeffekte entstehen, die mit dem Pinsel unmöglich wären. Sein ganz persönlicher Abstrakter Expressionismus mischt Abstraktion, Informel, Dripping und Spazialismus: Er drückt sein Unbehagen an einer kranken Gesellschaft aus, allein durch die Farbe erzählt, ohne Bilder, in völliger Freiheit.

Eleonora Dusi

Kuratorin — Interview

Italia Sera — Rubrica «Armonia, Arte, Sport» · 2013

Presse & Publikationen

Eine Auswahl von Titelseiten, Katalogen und Kunstjahrbüchern, in denen der Künstler vertreten ist.

  • Catalogo 54 — Mondadori
  • Effetto Arte
  • Storia dell'Astrattismo — Swing Edizioni
  • Annuario dell'Arte Moderna
  • Avanguardie Artistiche
  • Urbis et Artis
  • Albo degli Artisti
  • Gli Eredi di Pollock
  • Porto Franco — V. Sgarbi
  • Artisti Internazionali
  • Internationale Kunst Heute — Germania
  • Catalogo Biennale di Firenze